Künstliche Vitamine?

Was natürliche, synthetische oder gentechnische Vitamine unterscheidet

Unabhängig davon, ob wir sie mit der täglichen Nahrung, durch Sonneneinstrahlung oder durch im Handel gekaufte Kapseln oder Flüssigkeiten zu uns nehmen, sind Vitamine für unsere Gesundheit und das reibungslose Funktionieren unseres Körpers lebenswichtig.

Vitaminmangel führt zu einer Vielzahl von Problemen, die von Anorexie bis zu Fettleibigkeit, Organfehlfunktionen, Verwirrung, Depression und Müdigkeit reichen.

Ob die Vitamine, die Du einnimmst, Dir schaden oder nicht, ist jedoch eine andere Geschichte. Was die meisten Menschen nicht wissen, ist, dass nicht alle Vitamine gleich sind und die meisten sogar synthetisch hergestellt werden. Und das es ein „Shake-Hand-Protokoll“ im Körper bzw. Gehirn gibt. Man nennt dies Chiralität. Sie bezeichnet die Händigkeit von Vitaminen, Aminosäuren und Enzymen.

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Was ist ein „synthetisches“ Vitamin?

Es ist umstritten, welche Art von Vitaminen am nützlichsten sind. Eine gesunde, biologische Ernährung sollte eine gute Menge an Nährstoffen liefern, die der Körper braucht, aber Nahrungsergänzungsmittel können dazu beitragen, dass wir eine gesunde Portion bestimmter Vitamine erhalten, was ja leider immer notwendiger wird, weil unsere Böden ausgelaugt sind und Obst und Gemüse nicht mehr das an Vitaminen und Nährstoffen liefern, was wir für einen gesunden Stoffwechsel brauchen. Das wäre ja auch in Ordnung, aber leider werden nicht alle Nahrungsergänzungsmittel mit natürlichen Stoffen hergestellt.

Problematisch ist, dass viele Vitamin- und Mineralstoffpräparate synthetisch mit Chemikalien hergestellt werden und nicht direkt aus ihren natürlichen Quellen stammen. Sie werden hergestellt, um die Wirkung natürlicher Vitamine in Deinem Körper nachzuahmen. Natürliche Vitamine werden direkt aus dem Pflanzenmaterial gewonnen, das das Vitamin enthält, und nicht im Reagenzglas hergestellt.

Vielen synthetischen Vitaminen fehlen die Transporter und Ko-Faktoren, die bei natürlich vorkommenden Vitaminen vorhanden sind, weil sie „isoliert“ wurden. Isolierte Vitamine werden vom Körper nicht in der gleichen Weise wie die natürliche Form verwendet oder erkannt.

Die natürliche Form kommt in Paketen mit anderen Vitaminen, Enzymen und Mineralien, die die Art und Weise steuern, wie der Körper sie erkennt, verstoffwechselt und verwendet, um das zu machen, was er braucht.

Hier kommt die Chiralität ins Spiel. Das ist die Händigkeit eines Moleküls. Die Ebenenspiegelung führt dabei aber nie zu einer Selbstabbildung, also kann nicht durch Drehung wieder in das ursprüngliche Molekül überführt werden. Gängige Beispiele aus dem Alltagsleben wären rechte und linke Hand, rechts- bzw. linksgewundene Schneckenhäuser oder Schrauben sowie „normale“ Korkenzieher mit Rechtsgewinde (für Rechtshänder) und Korkenzieher mit Linksgewinde (für Linkshänder). Auch Spielwürfel sind chiral, bei spiegelbildlicher Anordnung der Ziffern lassen die Formen sich nicht zur Deckung bringen. Du siehst schon, was sich da bei synthetischen Vitaminen gegenüber natürlichen an Problemen ergeben können.

Isolierte Vitamine können vom Körper nicht immer verwertet werden und werden entweder gelagert, bis sie die für eine wirksame Verwendung erforderlichen Nährstoffe erhalten oder selbst herstellen, oder sie werden ausgeschieden. Synthetische Vitamine enthalten auch keine notwendigen Spurenelemente und müssen auf die körpereigenen Mineralstoffreserven zurückgreifen, was zu gefährlichen Mineralstoffmängeln führen kann.

Wußtest Du, das bald 95 % aller heute verkauften Vitaminpräparate in die Kategorie der synthetischen Vitamine fallen?

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Foto: @Nikolaydonetsk via invato.elements

Was ist so schlimm an synthetischen Vitaminen?

Synthetische Versionen von Vitaminen enthalten chemische Verbindungen, die nicht für den menschlichen Verzehr bestimmt sind und in der Natur nicht vorkommen. Die Evolution hat uns mitgegeben, dass wir die Nahrung essen, die wir aus und von der Erde holen können, und nicht solche, die wir in einem Labor herstellen.

Es kann sein, dass wir von synthetischen Stoffen nicht immer das bekommen, was wir uns erhoffen. Zudem kann es bei längerem Gebrauch dazu führen, dass der Körper verlernt, die echten Vitamine zu erkennen. Die synthetische Version von Vitamin E wird oft als dl- Form bezeichnet. Die dl- Form ist eine Kombination aus der d-Form (die übrigens die natürlich vorkommende Form ist) und der l-Form. Keine große Sache, oder? Eigentlich nicht, wenn man bedenkt, dass der Körper die l-Form nicht wirklich nutzt – wir scheiden sie aus! Ich muß hier anmerken, dass dieses spezielle Beispiel nur für Vitamine und nicht für Aminosäuren oder Zucker gilt. Fettlösliche Vitamine in ihrer synthetischen Form sind besonders gefährlich, weil sie sich im Fettgewebe ablagern und zu Vergiftungen führen können. Der Grund dafür, dass die synthetische Form gefährlicher ist, liegt darin, dass man eine hohe, konzentrierte Portion des Vitamins erhält, die nicht der Menge entspricht, die man durch eine Form auf Nahrungsmittelbasis erhalten würde.

Hier ein kleiner Kompass durch die Vitaminwelt

Die Vitamine A, D, E und K sind alle fettlöslich. (Eselsbrücke: EDKA)

Fettlösliche Vitamine sind natürlich in Butter, Fischöl, Nüssen und grünem Blattgemüse enthalten.

Überschüsse an fettlöslichen Vitaminen werden in der Leber und im Fettgewebe gespeichert.

Die meisten Menschen nehmen über ihre Ernährung nicht genügend fettlösliche Vitamine auf.

BEACHTE: In Kapseln mit Vitamin E, D, A, K darf kein Öl mit ungesättigten Fettsäuren enthalten sein. Diese oxidieren das Vitamin, besonders das Vitamin E und machen es nicht nur wirkungslos, sondern auch ranzig. Sonnenblumen-Soja- oder Distelöl, auch wenn raffiniert, dürfen hier also nicht enthalten sein!

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Foto: @Nikolaydonetsk via invato.elements

Woher weiß Du, ob die Vitamine, die Du kaufst, synthetisch oder natürlich sind?

Es gibt z.B. Tabellen der Inhaltsstoffe, die den Verbrauchern helfen sollen, natürliche von synthetischen Vitaminen zu unterscheiden. Viele Vitaminhersteller wollen uns weismachen, dass wir ein „natürliches Produkt“ erhalten, weil es gesünder erscheint, „natürliche“ Vitamine einzunehmen. Leider können Vitamine als natürlich bezeichnet werden, wenn sie nur 10 % der natürlichen Form des Vitamins enthalten. Das bedeutet, dass das Vitamin, dass Du als „natürliches“ Vitamin kaufst zu 90 % aus synthetisch hergestellten Chemikalien bestehen kann! Auch B-Vitamine und Vitamin C werden in der Regel synthetisch hergestellt.

Ein Vitamin-Komplex, der beispielsweise aus Fruchtsaftpulver besteht, enthält Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente in natürlicher Form und in einem natürlichen Verhältnis. Und wird auch meist genauso bezeichnet. Natürliche Nahrungsergänzungsmittel können daher ideal vom Körper verwendet werden, ohne negative Nebenwirkungen mit sich zu bringen.

Der Blick auf die Inhaltsliste ist unumgänglich, Farbstoffe, E-Stoffe oder gar Süßstoffe wie Aspartam, Sukralose, Saccharin, Maltodextrin etc. gehören nicht in Vitaminpräparate. Hier ist meist der Fall, dass es sich um gentechnisch veränderte Zutaten handelt, die von gentechnischen veränderten Substanzen stammen, wie z.B. Mais und Soja. Gentechnische Verfahren zur Vitaminproduktion werden auch als „Weiße Biotechnologie“ bezeichnet und werden seit langem vom Bundesforschungsministerium gefördert.

Bei Vitamin C, B2 und Vitamin B12 werden schon seit Jahren weitestgehend biotechnologische Produktionsverfahren mit gentechnisch veränderten Bakterien genutzt. Es gibt aber weiterhin auch Verfahren ohne GVO, beispielsweise für Betacarotin als Vitamin-A-Vorstufe oder Biotin, aber eben auch noch für Vitamin B2 und Vitamin C. Vitamin E kann sowohl biotechnologisch als auch aus (GVO-)Sojabohnen gewonnen werden.

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Foto: @GitaKulinica via invato.elements

Hier zur Hilfe die 4-Schritt Liste

Schritt 1

Suche in den Zutatenlisten nach Wörtern, die mit „dl“ beginnen. Wenn ein Wort die Vorsilbe „dl“ enthält, ist dies ein Hinweis darauf, dass das Vitamin synthetisch ist. Ein Beispiel: „dl-alpha-Tocopherolacetat“ und „dl-alpha-Tocopherol“ sind synthetische Formen von Vitamin E.

Schritt 2

Suche in der Liste der Inhaltsstoffe nach Wörtern, die mit „ate“ oder „ide“ enden. Diese Wörter weisen darauf hin, dass der Hersteller synthetische Stoffe verwendet hat, um die Wirksamkeit und Stabilität des Vitamins zu erhöhen. Zu den Wörtern, auf die Du achten solltest, gehören Nitrat, Acetat, Natriumascorbat, Natriumbenzoat, Chlorid, Hydrochlorid, Siliziumdioxid und Titandioxid.

Schritt 3

Suche die synthetische Form des Vitamins, die in der Liste der Inhaltsstoffe aufgeführt ist. Natürliche Vitamine stammen aus natürlichen Nahrungsquellen. Wenn das Vitamin als das Vitamin selbst aufgeführt ist, z. B. „Vitamin D“, handelt es sich meist mit Sicherheit um die synthetische Form. Achte z.B. auf Lebensmittelquellen wie „Zitrusfrüchte“ statt „Vitamin C“ oder „Petersilie“ statt „Vitamin K“. Synthetisch erzeugte Vitamine werden meist mit ihrem Namen, wie z.B. Vitamin C / Ascorbinsäure, Magnesiumcarbonat o.ä. aufgeführt. Stammt das Vitamin aus einer natürlichen Quelle, steht dort auch „Vitamin C aus Acerola-Extrakt“, „Vitamin D aus Flechten“, „Vitamin D aus UV-bestrahlter Hefe“, „Vitamin B12 aus Chlorella-Algen“ oder „Folat aus Zitronenschalenextrakt“.

Schritt 4

Achte auf das Wort „natürlich“ auf der Vitaminpackung. Wenn auf der Packung „100 Prozent natürlich“ steht, enthält das Vitaminpräparat keine synthetischen Stoffe. Andererseits kann ein Etikett mit der Aufschrift „natürlich“ zumindest einige synthetische Bestandteile enthalten. Laut EU-Bestimmungen müssen nur 10 Prozent des Produkts aus natürlichen Nahrungsquellen stammen, damit ein Unternehmen auf dem Etikett des Produkts „natürlich“ angeben darf. Steht auf dem Produktetikett nicht „100 Prozent auf tierischer Basis“ oder „100 Prozent auf pflanzlicher Basis“, handelt es sich um ein synthetisches Ergänzungsmittel.

Achte also immer auf Hinweise auf dem Etikett Deiner Vitamine, da diese Aufschluß über die Herkunft des Vitamins geben. In der Regel ist es so, dass der Hersteller selbst auf eine natürliche Herkunft hinweist. Wenn nicht, ist es synthetisch. Wie bei einer Flasche Wein. Was nicht draufsteht, ist nicht drin. Manche Vitamine müssen aber leider synthetisch hergestellt werden, da sie in ihrer natürlichen Form nicht stabil genug sind, dazu gehört Folsäure.

So notwendig es in der heutigen Zeit ist, zu supplementieren, so notwendig ist es aber leider auch, sich selber zu informieren und auf dem Laufenden zu halten. Von Billigvitaminen ist jedenfalls immer abzuraten, da diese nur gentechnisch und synthetisch sein können.

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Foto: @Nikolaydonetsk via invato.elements

  • ein Bericht von Barbara M. Thielmann, in Welt der Gesundheit TV

  • den Rolles Royce unter den Nahrungsergänzungen den wir empfehlen findest Sie hier

Andere toxische Inhaltsstoffe, die in Nahrungsergänzungsmitteln vermieden werden sollten

Magnesiumstearat (oder Stearinsäure)

Mononatriumglutamat (MSG), getarnt als „natürliche Aromen“.

Carnaubawachs wird in Autowachs und Schuhpolitur verwendet

Titandioxid ist ein Karzinogen

Siliziumdioxid (hochdisperses) ist ein Nanopartikel

➥ Quellenangabe zum Beitrag:
– https://tinyurl.com/b2ws8vp
– https://tinyurl.com/ycjwvbkr
– https://tinyurl.com/8ryx9748

grüne Pflanzen

Checkliste für Sie unserer

empfohlenen Nahrungsergänzungen:

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Tabelle Nährstoffgehalt im Vergleich von 1985 zu 2002. Und wir haben heute 2022.......!